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Heideköpfe nehmen es mit drei Gegnern auf

 

Baseball-Bundesliga: Heidenheim besiegt die Tübingen Hawks trotz Regen und einiger Unkonzentriertheiten mit 11:1 und 14:7

Eigentlich mussten die Heidenheimer Baseballer gestern gleich drei Gegner besiegen: Tübingen, den Regen und eigene Unkonzentriertheit. THOMAS JENTSCHER Letztlich wurden die Heideköpfe, denen mit Luke Sommer, Sascha Lutz und Shawn Larry ja noch wichtige Spieler fehlten, aber mit all ihren Gegnern gut fertig. Die Heidenheimer feierten 11:1- und 14:7-Siege über die Hawks und stehen nun gemeinsam mit Regensburg an der Tabellenspitze der 1. Liga Süd. Zwei Homeruns gab es zu sehen, Mann des Tages war aber Simon Gühring, der insgesamt bei neun Schlagversuchen neun Hits landete – an ähnliches konnte sich kein Beobachter erinnern.

Der erste Kontrahent der Heideköpfe hatte sich schon lange angekündigt und schlug dann ziemlich pünktlich zum eigentlich geplanten Spielbeginn zu: Im Heideköpfe-Ballpark goss es wie aus Kübeln, die Spiele gegen den Tabellenletzten standen auf der Kippe. Doch schließlich hörte der Regen auf, mit viel Arbeit der Spieler und der Groundcrew wurde der Platz in einen guten Zustand gebracht und mit gut eineinhalb Stunden Verspätung konnte es losgehen. Das Spiel nahm dann den erwarteten Verlauf. Während Heidenheims souveräner Werfer Johannes Krumm und die sicher stehende Defense keine Probleme hatten, punkteten die Gastgeber schon früh gegen Tübingens Pitcher Felix Metzger. So langsame Würfe wie seine bekam man im Ballpark schon lange nicht mehr zu sehen. Oft ist dies ein Problem für die hohes Niveau gewohnten Schlagleute, die HSBler stellten sich gestern aber gut darauf ein und führten nach drei Innings schon 6:0.

Im vierten Durchgang zeigten die Schützlinge von Trainer Klaus Eckle dann, dass man auch auf solche Würfe Homeruns schlagen kann. Zuerst schoss Jamie McOwen den Ball im Raketentempo über den Rightfieldzaun und gleich danach zeigte Wes Roemer, dass er nicht nur ein hervorragender Werfer ist und beförderte die kleine Lederkugel hoch über die Begrenzung im linken Außenfeld. Auch zwei Pitcher-Wechsel der Tübinger änderten nichts an der Punktejagd der Heidenheimer, die zielstrebig einen vorzeitigen Sieg ansteuerten und ihre Führung bis Ende des fünften Innings auf 11:0 ausbauten. Bis dahin waren gerade einmal drei Tübinger – und das ziemlich glücklich – auf Base gekommen. Julius Spann übernahm in den letzten beiden Abschnitten als Werfer und brachte den 11:1-Erfolg unter Dach und Fach. Vor dem letzten Aus gab es aber noch einen völlig ungewohnten leichten Fehler im Outfield, der den Hawks den Ehrenpunkt bescherte. Das Spiel war nach der nächsten Aktion zwar trotzdem vorzeitig beendet, irgendwie sollte dieser Error aber bezeichnend für die zweite Partie werden. Diese brachte nämlich auf Heidenheimer Seite jede Menge Pitcher-Wechsel inklusive einiger indisponierter Auftritte.

Auch am Schlag und in der Feldverteidigung war die Konzentration stellenweise dahin und so kämpften die Heidenheimer mehr mit sich selbst als mit dem Gegner. Die völlig überraschende 3:0-Führung der Gäste verwandelten die Heidenheimer mit zahlreichen Hits zwar bis zum fünften Inning in eine 13:3, aber diesmal wurde es nichts mit der Ten-Run-Rule. Vier Punkte im siebten Durchgang brachten die Hawks noch einmal heran und es musste schon ein schönes Double-Play über Schulz, Hornostaj und Howard her, um überhaupt aus dem Inning zu kommen. Der Sieg geriet zwar nicht wirklich in Gefahr, beim 14:7 mussten sich die Heideköpfe aber über die vollen neun Innings mühen. Wie schon im ersten Duell, als er vier von vier schlug, hatte Gühring wieder eine perfekte Bilanz und führte mit fünf Hits die Offensive an. Am Schluss bestritt er sogar noch das letzte Inning als Werfer. Erfreulich war auch der Einsatz von Aaron Hornostaj auf dem Mound, der in drei Innings zeigte, dass er eine gute Alternative als Werfer sein kann.

 

Heidenheim Heideköpfe – Tübingen Hawks 11:1 / 14:7 Hits: 15:3 / 14:8, Errors: 1:2 / 1:4, Schiedsrichter: Alexander Hart, Mario Sartorius, Stefan Hempfling Zuschauer: 150 Heideköpfe: Pecci (3B; 4 Hits bei 9 Schlagversuchen, 1 Double, 5 RBI, 1 Walk), Hornostaj (SS/2B/P; 3/9, 4 RBI), Gühring (1B/C/P; 9/9, 3 Doubles, 6 RBI), McOwen (CF;´ 5/9, 1 Homerun, 1 Double, 6 RBI), Roemer (DH/P/2B; 2/5, 1 Homerun, 1 RBI), Howard (2B/1B; 1/9, 1 RBI), Hurler (LF; 0/5, 1 Walk), Buck (RF; 2/7, 1 Double, 1 RBI, 1 Walk), Schulz (C/SS; 2/6, 2 Walks), Hirschberger (DH; 1 Walk) – Pitcher: Krumm (5 Innings, 0 Earned Runs, 4 Strikeouts), Spann (2 I, 3 ER, 1 SO), Hornostaj (3 I, 0 ER, 3 SO), Roemer (3 I, 0 ER, 5 SO), Seyfried (1 I, 3 ER), Gühring (1 I, 0 ER, 1 SO)

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