Nach Doppelsieg in Gauting: Die Heideköpfe verteidigen die Tabellenspitze (9:4/10:2)
Mit zwei souveränen Siegen bei den Gauting Indians bleiben Heidenheim Heideköpfe weiter der Primus in der Südstaffel der deutschen Baseball Liga. Vor allem die Heidenheimer Offensive überzeugte mit spektakulären vier Homeruns.
Die Heidenheim Heideköpfe haben ihre Spitzenposition in der Südstaffel der Deutschen Baseball Liga mit zwei Auswärtssiegen bei den Gauting Indians gefestigt. Nach dem 9:4 am Samstag legte der Deutsche Meister am Sonntag mit einem 10:2 nach und reist damit als Tabellenführer zum Abschluss der Hauptrunde zu den Mainz Athletics. Dort stehen am Freitag, 19. Juni, (19 Uhr) und am Samstag, 20. Juni, (13 Uhr) noch einmal zwei anspruchsvolle Spiele an.
Zum Auftakt in Gauting erwischten die Heideköpfe den besseren Start. Simon Liedtke kam per Walk auf Base, Gary Michael Owens schlug einen Single, wenig später brachte ein Bunt-Single von Simon Gühring die erste Heidenheimer Führung. Ein Fehler der Indians-Abwehr ermöglichte das 2:0. Gauting blieb zunächst offensiv harmlos, ehe die Gastgeber im dritten Inning zurückschlugen. Nach einem Heidenheimer Fehler nutzte Matteo Gründig die Chance und glich mit einem 2-Run-Homerun zum 2:2 aus.
Heideköpfe benötigen in beiden Spielen eine gewisse Anlaufzeit
Die Antwort der Heideköpfe fiel abgeklärt aus. Im vierten Durchgang brachte Phildrick Llewellyn die Gäste wieder in Führung, im fünften Inning setzte er dann das erste Ausrufezeichen des Wochenendes: Sein 3-Run-Homerun nach Walks für Kilian Redle und Samuel Gühring machte aus dem knappen 3:2 ein komfortables 6:2. William Germaine legte im sechsten Inning mit einem Solo-Homerun nach, ehe Heidenheim im siebten Durchgang auf 9:2 erhöhte. Gauting kam im achten Inning noch zu zwei Runs, mehr ließ der Favorit aber nicht zu.
Auch am Sonntag mussten die Heidenheimer zunächst mühevoll um jeden Punkt arbeiten. Germaine brachte sein Team im ersten Inning mit einem RBI-Single in Führung und erhöhte im dritten mit einem Solo-Homerun auf 2:0. Gauting blieb jedoch dran, verkürzte im dritten Inning und glich im fünften durch einen Homerun von Tobias Maul zum 2:2 aus. Alejandro Sanabia hielt die Partie dennoch unter Kontrolle und führte die Heideköpfe durch die enge Phase.
Gary Owens sorgt mit „Grand Slam“ für Vorentscheidung
Die Entscheidung fiel im siebten Inning. Gauting leistete sich gleich mehrere Fehler, Heidenheim nutzte die Geschenke konsequent. Der entscheidende Schlag kam von Gary Michael Owens, der mit einem sogenannten „Grand Slam“ – einem Homerun mit zuvor drei besetzten Bases – vier Runs nach Hause brachte. Aus dem 2:2 wurde so ein 7:2. Im achten Inning legten die Heideköpfe noch drei Runs nach, profitierten dabei von Freiläufen, wilden Würfen und einem weiteren Fehler der Indians. José Enrique Pimentel Diaz beendete das Spiel vom Mound aus mit fünf Strikeouts in drei gepitchten Innings souverän.
Auffällig war dabei die Ausgeglichenheit im Kader. Neben den Homeruns von Llewellyn, Germaine und Owens lieferten auch Simon Gühring, Ladislaus Landwehr, Kilian Redle und Simon Liedtke wichtige Beiträge auf Base oder in der Defensive. So wurde aus einem zunächst umkämpften Wochenende am Ende ein klares Signal: die Heideköpfe bleiben stabil, offensiv gefährlich und in den entscheidenden Momenten abgezockt. In Mainz wartet nun die letzte Standortbestimmung vor dem Ende der Hauptrunde.
Bericht: Dominik Florian (HEIDENHEIMER ZEITUNG, 15.06.2026)
Foto: Susanne Liedtke
