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Heidenheims Baseballer setzen ein Ausrufezeichen beim Champions Cup

Das war Weltklasse! Als Amateurmannschaft durften sich die Voith Heidenheim Heideköpfe beim Champions Cup mit Profiteams messen. Einem Sieg stehen zwei Niederlagen entgegen. Wovon Trainer Klaus Eckle trotzdem fasziniert ist und wie er seine Mannschaft adelt:

Was im Fußball die Champions League ist, ist im Baseballsport der Champions Cup. Und wenn in der Fußballwelt Mannschaften wie Real Madrid, Paris St. Germain oder der FC Bayern München zur Crème de la Crème gehören, sind es im europäischen Baseballsport der italienische Rekordmeister Nettuno 1945 Baseball Club, die Neptunus Rotterdam (Niederlande) und der spanische Meister Teneriffe Marlins. Eben mit diesen drei Teams durften sich die Baseballer von der Brenz als Voith Heidenheim Heideköpfe messen – und zwar als Amateurmannschaft.

Klaus Eckle, der im Baseball schon sehr viel gesehen und erlebt hat, ist nach den drei Tagen hellauf begeistert: „Auf so einem Niveau haben wir noch nie gespielt. Das war wirklich Champions League“, so der Heidenheimer Trainer. Ein kleines Beispiel: Schläge, die in der Bundesliga normalerweise für ein Vorrücken auf die 1. Base reichen würden, reichten beim Turnier in Rotterdam einfach nicht mehr aus. „Da wird der Ball einfach gefangen. Es ist ein absolutes Weltniveau. Alex (Alejandro Sanabia), der in der amerikanischen Major League gespielt hat, meinte zu mir, dass es nichts anderes war, als er es dort gewohnt war“.

Auch vor diesem Hintergrund könne man den 9:7-Erfolg gegen Nettuno am ersten Tag nicht hoch genug einschätzen. Dafür mussten die Heidenheimer aber alle ihre Trümpfe auf den Tisch legen – und darüber hinaus. Wie geplant startete Werfer Lars Huijer. Aufgrund der Klasse des Gegners konnte der Niederländer nur in fünf Innings eingesetzt werden, ehe Logan Hofmann übernehmen musste. Eigentlich zu früh, denn Hofmann war erst für den zweiten Tag als Werfer eingeplant. „Wir mussten ihn vorziehen. Dafür konnte er aber gegen Neptunus Rotterdam nicht spielen“, erklärt Eckle die der Stärke des Gegners bedingte Rotation.

Bereits vorher waren mit Panagiotis Sykaras (verletzt) und Enorbel Marquez-Ramirez (verhindert) zwei Werfer ausgefallen. „Uns fehlen dann Schlagleute auf dem Level, hinten raus geht uns das Pitching aus“. Und doch: Besser als gegen Nettuno habe noch nie eine Heidenheimer Mannschaft gespielt.

Gegen Neptunus Rotterdam (0:6) und Teneriffe Marlins (3:13) folgten zwei Niederlagen. Zwei Gegner, die einfach stärker waren. „Es ist einfach unglaublich, wer alles für Teneriffe spielt. Da sind spanische Profis und Ex-Profis dabei, dazu zwei Venezolaner.“ Daher zieht der Heideköpfe-Coach ein positives Fazit: „Ich bin stolz auf die Jungs, wie sie sich präsentiert haben. Wir haben eine italienische Profimannschaft geschlagen und sind gewissermaßen im Viertelfinale des Champions Cups knapp gescheitert. Insgesamt haben wir uns bestmöglich verkauft. Obwohl wir auch Verletzungspech hatten.“ So wurde Maurice Montgomery im ersten Spiel von einem Ball im Gesicht getroffen und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Philipp Schulz erlitt gegen Teneriffe einen Muskelfaserriss.

Sportlich gesehen sind die Heidenheimer aus dem Champions Cup als Dritte ihrer Gruppe ausgeschieden und können sich jetzt vollends auf die Bundesliga konzentrieren. Am Freitag, 29. Mai, und Samstag, 30. Mai, stehen zwei Heimspiele gegen Haar auf dem Programm (19 und 14 Uhr).

Foto: Susanne Liedtke

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