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Heideköpfe verteidigen die Tabellenführung – In den Spitzenspielen gegen Regensburg schlagen die Heidenheimer nach einer 5:9-Niederlage im zweiten Spiel mit einem 5:2-Sieg zurück – dabei überragte Werfer Alex Sanabia

Das Topduell Erster gegen Zweiter in der Deutschen Baseball-Liga Süd zwischen Heidenheim und Regensburg endete wie in der Hinrunde mit einer Siegteilung. Nach einer 5:9-Niederlage am Freitagabend gelang den Heideköpfen tags darauf dank einer Gala von Werfer Alex Sanabia ein 5:2-Sieg. Damit bleiben die HSB-Baseballer an der Tabellenspitze.

Als die Heideköpfe recht kurzfristig mit Sanabia einen Pitcher verpflichten konnten, der über langjährige Erfahrung in der höchsten amerikanischen Baseball-Liga verfügt, waren die Erwartungen groß. Der 37-Jährige wurde in der Bundesliga zunächst nur dosiert eingesetzt, zeigte nun gegen die aktuell stärkste Offensive der DBL erstmals so richtig sein Können. „Ich fühle mich gut, bin jetzt in einer guten Form“, sagt Sanabia nach den Spielen gegen Regensburg, die nicht so verheißungsvoll begannen. „Wir haben zu Beginn Fehler gemacht, spielerische und mentale. Aber dann hat sich die Mannschaft gesteigert, das war ein ganz wichtiger Sieg“, betonte der Werfer nach dem 5:2 am Samstag.

Drei Ausfälle bei den Heideköpfen
Aber der Reihe nach: Am Freitagabend fehlte es im ersten Spiel gegen Regensburg immer wieder an Kleinigkeiten. Allerdings waren die Voraussetzungen für die Heidenheimer nicht die besten. Neben den schon zuvor verletzten Philip Schulz und Maurice Montgomery musste kurzfristig auch Shawn Larry mit Hexenschuss passen. So gelang gegen den Topwerfer der Legionäre, den Deutsch-Brasilianer Christian Pedrol, am Schlag nicht viel. Auf der anderen Seite hielt sich Heideköpfe-Pitcher Oscar Syren gut, benötigte aber viele Würfe und gab schließlich vier Punkte ab.

Gegen den eingewechselten Sven Enter erhöhten die Gäste sogar auf 7:1, dann aber zeigten die Heideköpfe Moral und stemmten sich gegen die Niederlage. Nach Hits von Luca Hörger und Phildrick Llwellyn sowie einem Walk für Germaine Williams gelang der erste Punkt, dann brachte die Regensburger Defense einen Schlag von Ladislaus Landwehr nicht unter Kontrolle und gleich drei Heidenheimer kamen nach Hause. Nun wechselten die Gäste den Werfer und Nicolas Antoine stoppte die Heideköpfe. Trotz vereinzelter Baserunner gelang nichts mehr, die 5:9-Niederlage war angesichts von 6:12 Hits sicher verdient.

Fehlstart ins zweite Spiel
Das zweite Spiel begann mit einem Schreck: Nach zwei Hits und zwei Aus bescherte ein unnötiger Fehler der Feldverteidigung Regensburg wieder eine 2:0-Führung. Alex Sanabia ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen, erledigte die folgenden Innings weitgehend im Schnelldurchgang. Für sieben Durchgänge benötigte er gerade mal 83 Würfe, gab dabei fünf Hits und keinen Walk ab, die beiden gegnerischen Punkte gingen nicht auf sein Konto.

Aber auch Legionäre-Pitcher Quentin Moulin – einer von drei Franzosen im Team – zeigte eine starke Leistung und so gelang den Heideköpfen zunächst nur der Anschlusspunkt. Entscheidend war dann das sechste Inning. Nach Hits von Simon Liedtke und Llwellyn glichen die Platzherren aus. Dann kam Moulin aus dem Konzept, leistete sich zwei Freiläufe und zwei sogenannte Balks (unerlaubte Bewegungen des Werfers). Die Heideköpfe gingen 3:2 in Führung, Regensburg wechselte und gegen Felix Bloch schlug Landwehr das so wichtige Double zum 5:2.

Auch diese Führung mussten die Heidenheimer gegen stark spielende Gäste hart verteidigen. Der für Sanabia eingewechselte José Pimentel hatte zunächst etwas Schwierigkeiten. Ein ebenso sehenswertes wie ungewöhnliches Double-Play über Simon Gühring, Simon Liedtke und Pimentel beendete dann aber das achte Inning und im Schlussdurchgang ließ der Heidenheimer Pitcher nichts mehr zu.

Die Interleague ist sicher
Durch die Siegteilung verteidigten die Heideköpfe (13:3 Siege) die Tabellenführung in der Südgruppe vor Regensburg (11:5), Stuttgart (9:7) und Mainz (8:8) und qualifizierten sich endgültig für die Interleague. Um sicher Südmeister zu werden, müssen aus den noch vier Spielen in der Regular Season drei Siege her. Wichtiger als dieser Titel ist aber die Anzahl der Siege, die man in die Zwischenrunde mitnimmt. Aktuell stehen die Heidenheimer hier bei 5:3 Erfolgen, sollte aber Mainz die Stuttgarter noch abfangen, würde den letzten beiden Spielen gegen die Athletics große Bedeutung zukommen.

Namen und Zahlen
Heidenheim Heideköpfe – Regensburg Legionäre 5:9 / 5:2
Hits: 6:12 / 4:7, Errors: 3:2 / 2:0, Zuschauer 250 / 310
Heideköpfe: Hörger (RF; 2 Hits bei 8 Schlagversuchen), Llwellyn (C; 4/7, 1 Double, 1 RBI), Owens (CF; 1/5, 1 RBI, 2 Walks), Germaine (3B; 0/5, 3 Walks), Gühring (1B; 0/6), Kilian Redle (2B; 0/6), Landwehr (DH/3B; 2/7, 1 Double, 3 RBI), Elias Redle (LF; 0/3), Liedtke (SS; 1/6, 1 Walk), Samuel Redle (DH), Geiger (LF; 0/1), Lindemann (2B; 0/2) – Pitcher: Syren (5 Innings, 4 Earned Runs, 1 Strike-out), Enter (4 I, 3 ER, 1 SO), Sanabia (7 I, 0 ER, 2 SO), Pimentel (2 I, 0 ER, 1 SO)

Bericht: Heidenheimer Zeitung, 08.06.2026

Foto: Susanne Liedtke

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