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Die Junioren (U18) der Heidenheim Heideköpfe holten in Regensburg die deutsche Vizemeisterschaft, im Finale verlor die Mannschaft knapp mit 4:6 gegen die Auswahl der Gastgeber

Mit der Junioren-DM endete eine überaus erfolgreiche Saison für die Heidenheim Heideköpfe. Die vierte deutsche Meisterschaft, der Sieg beim C.E.B.-Europapokal und Rang drei für die zweite Mannschaft in der 2. Liga stehen zu Buche. Zum Abschluss gab’s noch Silber für die Junioren bei der DM.

Finale verloren oder Silbermedaille gewonnen? Für die Heidenheimer Junioren gilt sicher zweiteres; die Heideköpfe spielten zum Abschluss der Baseballsaison am Wochenende bei der deutschen Meisterschaft in Regensburg ein glänzendes Turnier und mussten sich erst im Endspiel den stark besetzten Gastgebern knapp mit 4:6 geschlagen geben.

Dabei hätte es die Mannschaft, die als „Landesleistungszentrum Heidenheim“ auch vier Ellwanger Spieler und einen Spieler aus Gammertingen dabei hatte, wahrlich einfacher haben können. In ihrer Fünfergruppe traf die mit drei noch der Jugend angehörenden Akteuren spielende Truppe schon in der Vorrunde auf starke Gegner.

Zunächst wurden die Hamburg Stealers mit 7:0 besiegt, das Ergebnis täuscht aber über den engen Spielverlauf hinweg. Die Heidenheimer begannen mit Elian Gentner als Pitcher, der auch offensiv die Akzente setzte, und spielten eine fehlerfreie Defensive. Hamburg hatte ebenfalls einen starken Mann auf dem Mound, am Ende zog Heidenheim aber klar weg. Gegen die Berlin Wizards gab es ein recht klares 13:2, hier startete der ansonsten als Catcher so wichtige Yannick Walther als Werfer.

Am zweiten Turniertag stand das vermeintlich vorentscheidende Duell gegen die Paderborn Untouchables an, die mit ihrem Internat über hervorragende Trainingsbedingungen verfügen. Luca Hörger ging die Sache als Pitcher an, ihm stand mit Daniel Harrison ein gestandener Erstligaspieler gegenüber. Trotzdem setzten sich die Heidenheimer mit 7:3 durch. Paderborn verlor auch gegen Hamburg und wurde am Ende nur Fünfter.

Heidenheim stand damit vorzeitig im Finale, dennoch musste noch das Gruppenspiel gegen die München-Haar Disciples bestritten werden. Dominik Plitz absolvierte beim 7:2-Sieg das komplette Spiel als Pitcher und hielt so seinen Kollegen den Rücken frei.

Regensburg musste nur drei Gruppenspiele bestreiten und hatte nur einen ernstzunehmenden Gegner, hätte gegen Mainz aber auch um ein Haar verloren. Nach sechs Innings lagen die Legionäre 0:2 zurück und die Athletics feierten bereits, da sie dachten, dass die Zeitbegrenzung erreicht wäre. Nach Nachfrage bei den Offiziellen ging es jedoch ins siebte Inning. Mainz legte zwei Runs nach, aber im Rückschlag gelang den Gastgebern noch der 5:4-Sieg.

Es folgten zwei mehr als lockere Erfolge: 15:2 gegen die Main-Taunus Redwings und 37:0 gegen die Bremen Dockers. Somit waren die Regensburger im Finale deutlich ausgeruhter. Sie erwischten auch den besseren Start und gingen 2:0 in Führung, nachdem die bis dahin so gute Heidenheimer Feldverteidigung – nicht zuletzt angesichts der großen Kulisse und dem bis dahin kräftezehrenden Turnier – etwas nervös agierte.

Gentner trat zum dritten Mal im Turnier als Werfer an und wehrte sich in der Folge mit seiner Defense nach Kräften. Auch der für ihn eingewechselte Konstantin Schiele machte seine Sache gut, dennoch zogen die Legionäre bis zum sechsten Inning auf 6:1 davon. Dann hatten sich die Heidenheimer auf den starken Pitcher der Gastgeber: Konstantin Teufel eingestellt, verkürzten unter anderem durch ein 2-RBI-Single von Gentner auf 3:6.

Im Schlussdurchgang musste Teufel vom Mound, zwei Hits und ein Fehler der Regensburger bescherten das 4:6. Bei zwei Aus und zwei Mann auf Base gelang Walther ein schöner Schlag, doch der Regensburger Rightfielder stand genau richtig und beendete mit seinem Catch das Turnier.

Aber auch mit der Vizemeisterschaft können die Heidenheimer angesichts der hohen Qualität des Turniers und der Tatsache, dass einige Kontrahenten unter Profibedingungen trainieren können, zufrieden sein. Die individuelle Klasse mancher Gegner glichen die Heideköpfe durch eine starke Teamleistung aus, auch die im Finale nicht mehr eingesetzten Akteure hatten großen Anteil am erfolgreichen Turnierverlauf. Freuen durfte sich am Ende noch Elian Gentner, der für seine starken Leistungen als Werfer und Schlagmann als MVP (wertvollster Spieler) ausgezeichnet wurde.

Das erfolgreiche Team der Heideköpfe in Regensburg:

Coaches: Johannes Weber, Hannes Hirschberger, Kornelius Holl, Thorsten Walther

Spieler: Elian Gentner, Konstantin Holl, Yannick Walther, Luca Hörger, Dominik Plitz, Timo Plitz, Hannes Merkle, Raphael Stein, Jonathan Vollprecht, Emil Behr, Leo Behr, Stefan Endreß, Konstantin Schiele, Rene Armbruster

(von Thomas Jentscher/HZ)

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