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Heidenheim Heideköpfe unterliegen in der Interleague gegen die Hamburg Stealers mit 3:5 und 0:14

Die Heidenheimer Baseballer quälen sich weiter durch die Interleague. Nach drei Siegteilungen gab es nun sogar zwei Heimniederlagen gegen die Hamburg Stealers (3:5 und 0:14). Damit rutschen die Heideköpfe auf Rang vier ab. Es geht zwar in der Interleague nur um die Setzliste für die Play-offs, doch bereitet die derzeitige Form Sorgen, das 0:14 im zweiten Spiel gegen die Norddeutschen hatte fast schon historische Ausmaße.

Zuvor verlief die Partie am Samstagabend noch recht ausgeglichen. Zweimal konnten die Heideköpfe nach Rückstand wieder ausgleichen – unter anderem durch einen Homerun von William Germaine. Drei Punkte der Hamburger im fünften Inning waren dann aber zu viel, es gelang nur noch das 3:5. Bei 7:7 Hits nutzten die Heidenheimer ihre Möglichkeiten nicht konsequent genug, schlugen auch zu wenig Kapital aus den fünf Feldspielfehlern der Gäste.

Es drohte die Mercy-Rule
Das sonntägliche Spiel verlief dagegen von Beginn an katastrophal. HSB-Werfer Jose Pimentel kassierte schon im ersten Inning vier Punkte und musste bald darauf vom Mound. Im zweiten Durchgang legten die Stealers noch einmal sechs Runs drauf. Im Angriff hatten die Heideköpfe zweimal die Bases geladen, doch sprang kein einziger Punkt heraus. So stand nach zwei Innings ein ziemlich irreal anmutendes 0:10 auf der Anzeigetafel.

Die Heidenheimer Defensive stabilisierte sich dann, die weiteren Pitcher hielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut dagegen. Im sechsten Durchgang kamen aber nochmals vier Punkte für die Gäste dazu und beinahe hätten die Heideköpfe nach Mercy-Rule (Gnadenregel – 15 Punkte Differenz) verloren. Aber auch das vorzeitige Ende nach sieben Innings und die Tatsache, dass nicht einmal ein Ehrenpunkt gelang, sind ernüchternd.

Und das gegen einen Gegner, den man vergangenes Jahr im DM-Viertelfinale noch voll im Griff hatte. Ein Grund für die Misere ist sicher das Verletzungspech. Mit Alex Sanabia fällt derzeit der beste Werfer aus, mit Shawn Larry ein in den vergangenen Jahren stets gefährlicher Schlagmann, auch Sven Enter und Enno Marquez mussten passen. Dazu waren Simon Gühring sowie die Nachwuchsspieler Samuel Redle, Noel Kavak und Samuel Gühring am Wochenende mit der deutschen U-18-Nationalmannschaft im Einsatz. Schon in den Wochen zuvor gab es immer wieder Ausfälle und auch gegen Hamburg gingen einige Spieler mehr oder weniger stark angeschlagen in die Begegnung.

Verletzungen und Ausfälle
Und dann kommt in so einem Spiel eben alles zusammen. Während die Stealers immer lockerer wurden und viele Bälle auch sehr glücklich ins Feld brachten, schlugen die Heideköpfe mehrfach in aussichtsreichen Positionen ins Double-Play. In der Defensive fehlten immer wieder einige Zentimeter, wurde die halbe Sekunde zu lange gezögert, im Angriff gab es schlechte Entscheidungen am Schlag oder im Baserunning. Und so kommt dann eben ein derartiges Resultat zustande.

Ein Drama ist es nicht, Trainer Klaus Eckle hatte schon vor Wochen erklärt, dass es nur noch darum gehen kann, die Interleague ohne großen Kraftverlust hinter sich zu bringen. Durch die Niederlagen fielen die Heideköpfe hinter Bonn, Regensburg und Hamburg auf Rang vier zurück. Nächstes Wochenende geht’s nach Paderborn, zum Abschluss der ungeliebten Zwischenrunde kommen dann die Bonner nach Heidenheim. Eigentlich geht es in der Interleague nur darum, in welcher Reihenfolge die acht besten Mannschaften der Deutschen Baseball-Liga dann in die Play-offs gehen. Diese beginnen am 15. August und erst dann gilt es wirklich.

Ab 15. August zählt es
Allerdings wird es nun schwieriger, die Heidenheimer werden wohl als Vierter oder Fünfter ins Viertelfinale einziehen und vermutlich auf Hamburg und Paderborn treffen – beides Gegner, gegen die man zuletzt nicht gut aussah. Und schon im Halbfinale könnte es dann zum Duell mit den extrem stark besetzten Bonnern kommen.

Natürlich: Wer deutscher Meister werden will, muss ohnehin alle Gegner schlagen. Mehr Sorgen als der Weg zu einer möglichen Titelverteidigung bereitet die aktuelle Form. Eckle hat aber seinen Optimismus nicht verloren: „Das Potenzial ist da und dass wir offensiv besser agieren können, haben wir schon im Champions Cup bewiesen. Wenn wir unser Pitching stabilisieren können, sind wir weiterhin für jeden Gegner gefährlich“, sagt der Heidenheimer Coach.

Namen und Zahlen
Heidenheim Heideköpfe – Hamburg Stealers 3:5 / 0:14
Hits: 7:7 / 7:13, Errors: 1:5 / 0:0
Heideköpfe: Schulz (2 Hits), Hirschberger (1 Hit), Owens (2 Hits), Germaine (3 Hits), Llewellyn (1 Hits) , Montgomery (1 Hit), Liedtke (1 Hit), Hörger (1 Hit), Thoröe, Landwehr, Kilian Redle (1 Hit), Elias Redle (1 Hit); Syren, Pimentel, Pregel, Lindemann, Seyfried

Bericht: Heidenheimer Zeitung, 21.07.2026

Foto: Susanne Liedtke

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